Zukunft wählen: Adaept Engineering beim Jahresempfang der IHK zu Rostock

Ein Nachmittag mit klarer Botschaft
In den Hallen der Volkswerft, in denen seit Jahrzehnten Schiffe gebaut werden, diskutierte die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns über ihre Zukunft. Drei Themen standen im Fokus: die Landtagswahl als Weichenstellung für das Land, die Wahl zur IHK-Vollversammlung und Künstliche Intelligenz als Werkzeug für Unternehmen. Die Botschaft des Nachmittags war einfach: Zukunft passiert nicht irgendwann, sie wird gemacht, von Unternehmen, die investieren, und von Menschen, die sich engagieren.

KI zum Anfassen auf der KI-Plaza
Ein Highlight des Empfangs war die KI-Plaza. Regionale Unternehmen und Institutionen zeigten dort, was mit Künstlicher Intelligenz heute schon möglich ist, und die Besucher konnten die Anwendungen selbst ausprobieren. Dazu kam die Keynote von Prof. Dr. Isabell Welpe mit Einblicken in die Zukunft von KI und ihre Bedeutung für die Wirtschaft. Foodtrucks und viele gute Gespräche rundeten den Nachmittag ab.
Uns hat gefreut, dass KI in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen als Werkzeug behandelt wird, mit dem Unternehmen hier und heute arbeiten. Vor wenigen Jahren galt das Thema vielen noch als ferne Zukunft.
Warum das Thema für uns Tagesgeschäft ist
An dieser Schnittstelle arbeiten wir bei Adaept Engineering. Als Rostocker Ausgründung des Instituts für Angewandte Mikroelektronik und Datentechnik der Universität Rostock vernetzen wir Maschinen und Anlagen für die Industrie. Damit schaffen wir die Datengrundlage, ohne die kein KI-System in der Produktion funktioniert, denn KI ist nur so gut wie die Daten, die sie versteht. Wir bereiten Maschinen-, Sensor- und Netzwerkdaten mit offenen Standards wie OPC UA semantisch so auf, dass sie herstellerübergreifend interpretierbar werden, für Menschen wie für KI-Algorithmen.
Im Forschungsprojekt VICTOR6G, das Anfang 2026 gestartet ist, entwickeln wir gemeinsam mit Ericsson, SEW-EURODRIVE, Fraunhofer IPT und weiteren Partnern die nächste Stufe: digitale Zwillinge von Produktionsanlagen und 6G-Netzen, deren Zustandsdaten in Echtzeit für KI-gestützte Steuerung verfügbar sind. Das Ziel sind Produktionsumgebungen, die sich selbst optimieren, und Netzwerktechnik, die sich auch ohne tiefes IT-Spezialwissen betreiben lässt.
Region mit Potenzial
Der Jahresempfang hat gezeigt, dass Ideen, Unternehmergeist und Kompetenz in unserer Region vorhanden sind. Jetzt kommt es darauf an, Unternehmen, Forschung und Politik miteinander zu vernetzen. Als Unternehmen mit Wurzeln an der Universität Rostock und Partnern in der internationalen Industrieforschung wollen wir dazu unseren Beitrag leisten.
Wir danken der IHK zu Rostock für die gelungene Veranstaltung und die vielen guten Gespräche. Wir freuen uns auf das, was wir gemeinsam in Mecklenburg-Vorpommern gestalten.
Über den Autor

Dr.-Ing. Arne Wall ist Forschungs- und Entwicklungsingenieur im Bereich Industrial Internet of Things (IIoT) und derzeit Mitbegründer und leitender Forschungsingenieur bei der Adaept Engineering GmbH. Er ist spezialisiert auf sichere Kommunikationsprotokolle und Systemarchitekturen, mit einem besonderen Schwerpunkt auf OPC UA und anderen IoT-Technologien wie MQTT und CoAP. Dr. Wall hat wesentlich zur Entwicklung von Sicherheitsframeworks für intelligente Gebäudeautomationssysteme beigetragen. Er hat an der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik an der Universität Rostock promoviert, wo er sich in seiner Forschung auf die Verbesserung der Netzwerksicherheit in eingebetteten Systemen konzentrierte. Dr. Wall hat zahlreiche Beiträge auf IEEE- und ACM-Konferenzen veröffentlicht, in denen er seine Erkenntnisse zu Themen im Zusammenhang mit Sicherheitsmechanismen und IoT- Protokollinnovationen teilt.
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VICTOR6G gestartet: Neues Forschungsprojekt für echtzeitfähige Virtualisierung in industriellen 6G-Netzen
- Dreijähriges Projekt unter Leitung von Ericsson beginnt die Arbeit an integrierten 6G-Lösungen für die Industrie
- Fokus auf Industrial Metaverse und Netzwerk-IT-Integration: Digitale Zwillinge, drahtlose Erweiterung von TSN sowie dynamische Nutzung neuer Frequenzbänder (u.a. Zentimeterband 7–15 GHz)
- Breiter Praxistransfer: Simulationen, Laborversuche und Erprobung in Industrieinfrastruktur sowie am 5G Industry Campus Europe sichern Realitätsnähe und Skalierbarkeit

ITEA PO Days 2025 – Adaept Engineering in Portugal auf Kurs Zukunft
Vom 16.-18. September 2025 traf sich in Lissabon die europäische Spitzengemeinschaft für Soft- und Hardwareinnovation: die ITEA Project Outline Days. Mit fast 400 Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie, Forschung und Politik gelten die PO Days als Taktgeber für die nächsten geförderten ITEA-Forschungsprojekte – und damit als Geburtsstätte für Technologien, die in fünf bis sechs Jahren den Markt prägen werden.
Für Adaept Engineering ist dieser Treffpunkt traditionell mehr als nur ein Pflichttermin: Hier wurden 2019 die ersten Ideen für das Projekt OPTIMUM geschmiedet, aus dem später unsere heutige Architektur für semantische OPC-UA-Datenmodelle hervorging – ausgezeichnet 2022 mit dem ITEA Award of Excellence. Drei Jahre später sind wir mit demselben Pioniergeist zurückgekehrt.
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